Sollte ich mich beim Arzt beschweren?
Hey Leute!
Ich war heute morgen schon sehr verärgert. Ich ging zum Arzt, da ich einen Termin hatte. Bei meinem Arzt kann man die Termine online machen und wenn sie noch frei sind, bekommt man eine Bestätigungs E-Mail. Diese Mail hatte ich heute morgen erhalten und machte mich auf den Weg zum Arzt. Die erste Mfa (also medizinische Fachangestellte) an der Anmeldung meinte "Ja sie sollten ja wohl anrufen?" und motzte mich da an. Ich meinte dann, dass mir das niemand gesagt hat, auch nicht in der Email. Sie meinte dann "aha", dreht sich weg und telefonierte.
Ich stand dann einige Minuten da, bis mich dann eine 2. Mfa ansprach. Sie meinte dann "Sie haben ja nicht mal eine Bestätigungsmail bekommen??" (was eine Lüge ist! Habe sie schwarz auf weiß) dann sagte ich, dass ich sehr wohl eine bekommen habe. Sie sagte dann "ja ja ähm ich wollte sie anrufen aber sie gingen nicht dran!" Ich hab geschaut und habe keinen verpassten Anruf.
Das für mich krasseste: Es war Infektions"Stunde", sprich, im Raum - und draußen war alles voll mit Leuten, die Coronaverdacht haben. Mich dann dort hinzubestellen ist meiner Meinung nach unter aller Sau.
Würdet ihr euch morgen beim Arzt beschweren? Auf der einen Seite will ich sie nicht "in die Pfanne hauen", auf der anderen Seite will ich nicht, dass das auch anderen passiert, da ich nun schon seit Tagen starke Schmerzen habe und mich auf den Termin freute...
Ich finde halt besonders dreist, wie sie einen anlügen..
8 Antworten
Na klasse...
Du bist vollkommen zurecht sauer. Das Verhalten der MFAs war völlig unprofessionell und nicht hinnehmbar. Das mal jemand einen schlechten Tag hat - okay - dass man das, wie in Deinem Fall an den Patienten ausläßt - NO GO!
Ich kann Dir hier nur sagen, was ich ich einem solchen Fall tun würde, wenn das mir passiert wäre.
Als erstes würde ich die Helferinnen darauf hinweisen, dass ich Verständnis habe, dass sie viel zu tun haben - die Sprechstunde war ja laut Deiner Beschreibung gerappelt voll - es allerdings nicht sein kann, dass sie sich mir gegenüber nicht korrekt und professionell verhalten. Danach hätte ich dann die Fakten aufgezählt; Bestätigungsmail erhalten, angeblichen Rückanruf nicht erhalten.
Danach hätte ich den beiden folgende Frage gestellt: "Kann es sein, dass sie im augenscheinlichen Trubel vergessen haben, mich zurückzurufen?"
So haben sie wenigstens Gelegenheit etwas darauf zu antworten.
Egal was dann kommt, ich würde das Fehlverhalten der MFAs gegenüber dem Arzt zu Sprache bringen.
Wie Du dann entscheidest, das ist Deine Sache. Falls Dir das noch nicht genug sein sollte, dann könnte man die ganze Sache an zwei weiteren Stellen etwas "höher aufhängen". Bei mir käme es darauf an, wie reagiert der Arzt auf meine Beschwerde, und wie sauer bin ich gefahren ob des Verhaltens seiner Helferinnen.
Ich finde so etwas unmöglich. Praxismanagement ist für mich mitentscheidend bei der Arztwahl und ich habe den Arzt auch schon gewechselt, weil das Personal die Verwaltung absolut nicht im Griff hatte. Lange Wartezeiten im Wartezimmer, schlechte telefonische Erreichbarkeit etc. sind für mich auch Gründe mir einen anderen Arzt zu suchen. In diesem Fall würde ich das dem Arzt definitiv mitteilen. Aber meiner Erfahrung nach passiert dadurch nichts. Den meisten Ärzten scheint eher egal zu sein, was rum um sie herum passiert. Leider.
@GreenLurchi: Da stimme ich dir voll und ganz zu! Miese Organisation kann einem Arzt die Patienten vergraulen und sein Ansehen leiden lassen. Mein Augenarzt hat nach etlichen Beschwerden und öffentlichen Bewertungen tatsächlich den Schritt gewagt, sein komplettes Team zu ersetzen. Seitdem läuft die Praxis einwandfrei!
Das Verhalten der mfa ist wirklich... Unprofessionell. Ich glaube, man hat durchaus dafür Verständnis, wenn mal organisatorische Fehler passieren, was hier wohl offensichtlich der Fall ist... Aber da kann man, meiner Meinung nach, auch mal nen Fehler eingestehen als angestellter.
Beschweren.. Hmm, man kanns ja zumindest mal ansprechen beim doc dann. Dass das nich so pralle war.
Du kannst dich beschweren.....beim Chefpersönlich und in einem ruhigen Ton.
Solche Organisation stimmt hinten und vorne nicht......die Patienten sind verärgert und das mit Recht. Fehler kann man eingestehen und wieder ausbügeln, aber Unfreundlichkeit geht nicht.
Habe selbst jahrelang in einer Praxis gearbeitet, Freundlichkeit war das oberste Gebot von unserem Chef.........nicht Wissen kann man verzeihen.
Ja, du solltest dich beim Arzt beschweren. Der muss wissen, wie seine Angestellten sich verhalten, dass sie unfreundlich sind und Sachen behaupten, die nicht stimmen. Und das mit der Infektionssprechstunde ist ein Hammer, da hätte man dich gar nicht zu diesem Zeitpunkt hinbestellen dürfen. Solche Infektionssprechstunden gibt es ja extra, um Leute, die noch kein Corona haben zu schützen. Solange du deine Beschwerde im netten ,ruhigen Ton vorbringst, ist das in Ordnung.