Gibt es eine Hirnwasserentzündung?

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Hallo Radieserl,

die Hirnwasser-Untersuchung auch Liquor- oder Lumbalpunktion genannt. Punktiert wird Lendenwirbelsäure.

Jein, im Hirnwasser kann man Entzündungswerte ermitteln die bei einer Hirnhautentzündung (Meningitis) sich im Hirnwasser auftreten. Rechtzeitig entdeckt, bekommt der Patient Antibiotika und ist bald wieder gesund. Die 5 Jährige Tochter einer Bekannten hatte das und ist wieder vollkommen ok.

Man kann aber auch Tumore oder MS dadurch nachweisen ( wird wohl nicht der Fall sein)

Aber hier habe ich einen sehr informativen link für Dich -> http://www.medproduction.de/cms/website.php?id=index/medizinlexikon/h/hirnwasser_untersuchung.htm

Alles Gute für Deine Freundin

Liebe Grüße

zitro

ja, eine solche Erkrankung kann es geben. die endgültige Diagnose kann erst nach einer Hirnwasseruntersuchung gestellt werden.

Hallo, also 'Hirnwasser' => Nervenwasser wird über das Rückenmark (also die Wirbelsäule) abgenommen. Man untersucht es ähnlich wie Blut nach bestimmten Werten. Entzündungen im Gehirn etc. können hier festgestellt werden, aber auch Krankheiten wie Multible Sklerose usw. Daher ist ein postiver Befund von bestimmten Werten in diesem Nervenwasser (Liquor) nicht so toll.

Bei der Untersuchung wird im unteren Bereich der Wirbelsäule eine Nadel bis zu dem Nervenkanal in dem sich das Nervenwasser befindet vorgeschoben und dann eine kleine Menge entnommen.

-- Wenn der Verdacht auf bestimmte Erkrankungen des Gehirns und Rückenmarks (Zentrales Nervensystem, ZNS) besteht, ist es oft ratsam, mit einer Lumbalpunktion (Liquorpunktion) Nervenwasser (Liquor) zu entnehmen. Im Labor wird die Flüssigkeit dann genau untersucht. Die Ergebnisse dieser Liquoruntersuchung unterstützen den Arzt dabei, die richtige Diagnose zu stellen.

-- Im Normalfall ist der Liquor wasserklar und farblos. Ist das Nervenwasser allerdings rosafarben oder rötlich, besteht der Verdacht, dass rote Blutkörperchen (Erythrozyten) im Nervenwasser vorhanden sind. Eine Blutung kann dafür die Ursache sein. Kann man beim Verdacht auf eine Blutung eine rötliche Verfärbung des Liquors nicht mit bloßem Auge erkennen, helfen spezielle Teststreifen, den roten Blutfarbstoff Hämoglobin im Nervenwasser nachzuweisen. Bei einer großen Anzahl weißer Blutkörperchen (Leukozyten) erscheint das Hirnwasser weißlich getrübt. Eine Gelbfärbung des Nervenwassers entsteht bei einer eitrigen Hirnhautentzündung (Meningitis).

-- Ist man gesund, enthält das Nervenwasser sehr wenige Zellen – höchstens fünf Zellen pro Mikroliter (µl). Leidet man allerdings an Infektionen, die auch das Nervensystem betreffen, steigt die Anzahl der Zellen an: Eine bakterielle Hirnhautentzündung (Meningitis) hat zum Beispiel eine Zellzahl von über 1.000 pro Mikroliter zur Folge. Die genaue Bestimmung des Zelltyps erlaubt auch Rückschlüsse darauf, ob Bakterien oder eher Viren die Infektion hervorgerufen haben.

-- Mehr und ausführlich unter: http://www.onmeda.de/arztbesuch/untersuchung_behandlung/lumbalpunktion-ergebnisse-4503-4.html

Sicher, das es kein verdacht auf eine Hirnhautentzündung ist - wobei zur Diagnose der Rückenmarkskanal punktiert wird um Proben zu entnehmen?