Vertrauenstest bei Schüler?

4 Antworten

beim Stichwort "Begleitperson": haben die Schüler (alle/einzelne?) ein Handicap?

dann sollte das natürlich besonders berücksichtigt werden...

ansonsten: Spielregeln klar festlegen (abstreifen des Hintermanns verboten, Wald auswählen, wo die Zweige nicht tiefer als Türhöhe sind usw.)

Wie alt sind denn die Schüler?

Was ist die Absicht bei der Aktion? Was willst du damit erreichen?

Ich habe das schon mit einer Gruppe von Schülern von 7 bis 14 Jahren gemacht und es hat gut funktioniert. Allerdings haben wir vorher schon viele Spiele gespielt, so dass die Kids sich schon etwas kannten. Natürlich sind sie ohne Helm los. Und es muss vorher betont werden, dass der Blinde die Geschwindigkeit vorgibt! Auf jeden Fall würde ich die Kinder ihren Partner selbst aussuchen lassen.

Ich würde es aber nicht als Vertrauenstest bezeichnen. Sondern als Vertrauensübung. Eine Möglichkeit, die Welt anders wahrzunehmen. Sich voranzutasten. Nicht nur vertrauen darin, sich führen zu lassen von einem anderen, sondern auch sich selbst, dem eigenen Körper, dem Wald vertrauen zu lernen.

Ich empfehle dir, diese Übung vorher mal selbst an dir auszuprobieren, damit du weißt, was es bedeutet, sich blind von jemandem führen zu lassen, den du kaum kennst.

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Als Vorbereitung für das Blindsein könnt ihr das Sockenspiel spielen: Es wird ein Spielfeld abgegrenzt, am besten mit großen Ästen, die man leicht ertasten kann. Dann werden den Kids die Augen verbunden und man führt sie in das Spielfeld. Wenn alle im Spielfeld sitzen/ hocken, werden von den Spielleitern geknäuelte (ungetragene) Socken ins Spielfeld geworfen. Dann gehts los: das Ziel für die Kids ist, die Socken auf allen Vieren per Tastsinn zu finden und damit andere Kinder abzuwerfen. Wenn jemand abgeworfen wurde, wird das Spiel pausiert und das getroffene Kind kann die Binde abnehmen und verlässt das Spielfeld. Am Ende bleibt ein Kind übrig und ist der Sieger.

Das hier ist auch gut: http://www.umweltdetektiv.de/methoden_und_tipps/spielesammlung/show/5/Baumbegegnung/

Vertrauensübung.

Hast du selbst das Vertrauen, dass die Schüler ihren Partner richtig führen?

Mit Helm besteht eher die Befürchtung, dass da jemand seinen Partner extra gegen einen Baum laufen lässt.

Ohne Helm erziehst du gleichzeitig die Schüler, Verantwortung zu übernehmen.

Ich würde da am Anfang die Schüler darin unterrichten dass Sie trotz der verbundenen Augen miteinander sprechen sollen wie sie geführt werden wollen.

An der Hand, Hand auf die Schulter oder eben wie beliebt.
Auch das mit dem Augen verbinden würde ich ihnen überlassen - man kann diese ja auch zumachen...

Wir hatten so eine Übung am Sonntag mit Erwachsenen und haben die Augen zugemacht und derjenige der führte sollte einen sogar an einen besonderen Platz führen und dann die Augen aufmachen lassen.

Wenn ich einen Helm brauche für sowas, dann ist's ja auch kein Vertrauen -
dann würde ich einfach nur ganz langsam gehen lassen...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung