bezahlt es die Krankenkasse wenn man sich (freiwillig) Gebärmutter entfernen lassen möchte?

18 Antworten

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Du könntest auch irgendwann Darmkrebs bekommen. Willst Du Dir deshalb jetzt den Darm entfernen lassen?

Ich kann nur immer wieder sagen, dass man es mit der Angst nicht übertreiben sollte. Gehe regelmäßig zur Krebsvorsorge, meinetwegen auch doppelt so häufig, als eigentlich vorgesehen und wenn wirklich mal veränderte Zellen gefunden werden sollten, ist die Entfernung der Gebärmutter immer noch früh genug.

Die Frauen, die an Gebärmutterhalskrebs gestorben sind, sind häufig auch diejenigen, die nicht regelmäßig zur Krebsvorsorge gegangen sind. Ich will jetzt nicht sagen, dass das bei allen Frauen so ist (es mag da durchaus wenige Ausnahmen geben), aber normalerweise ist es früh genug zu reagieren, wenn der Abstrich vom Gebärmutterhals veränderte Zellen zeigt. Jetzt wie die amerikanischen Promis sofort mit der Entfernung von Organen auf seine Angst zu reagieren, ist übertrieben.

Man kann nicht immer nur weglaufen und vor allen Eventualitäten vorsorgen. Dann kann man sich gleich im Glashaus verstecken und sich von seinem Leben verabschieden.

Gehe regelmäßig zur Krebsvorsorge. Mehr solltest Du nicht tun.

Bitte besprich Deine Ängste wegen der Krebserkrankung unbedingt mit Deinem Gynäkologen.

Ich wünsche Dir alles Gute und drück die Daumen, dass es bei den Ängsten bleibt und Du eines Tages sagst ... "gut, dass ich es nicht gemacht habe!"

Hast Du das Problem mal mit Deinem Frauenarzt besprochen?
Hast Du Kinder?
Für ganz viele Frauen ist dieser Eingriff ein Problem. Viele erkranken
seelisch daran.
Mit Ende 20 ist dieser Schritt wirklich genau zu überlegen.
Ob die Kasse das zahlt, muss man sicher mal mit Deinem Sachbearbeiter
bei der KK besprechen, aber sicher erst nach einem Gespräch mit dem Frauenarzt.
Im "Normalfall" wird es NICHT bezahlt von der Kasse.

medizinisch nicht notwendige OP`s sind immer selber zu bezahlen bedenke Krebszellen werden auch in den langen Röhrenknochen gebildet und wandern von da aus weiter, Du willst die Knochen doch sicherlich nicht vorsorglich entfernen lassen :))

  • Gebärmutterhalskrebs wird weit überwiegend durch Viren (HPV) ausgelöst. Erbliche Faktoren sind bei dieser Krebsart nicht von statistisch-epidemiologischer Bedeutung.
  • Du musst also KEINE ANGST haben, dass Du Gebärmutterhalskrebs erleiden könntest, nur weil Deine Großmutter oder Tanten daran erkrankt waren.
  • Das Risiko, dass man selbst mit HPV infiziert ist, korreliert sehr gut mit der Anzahl der bisherigen Sexualpartner, ist im Einzelfall aber natürlich schlichtweg nur davon abhängig, ob man sich nun infiziert hat oder nicht.
  • Die heutigen Teenager und auch die Frauen Anfang 20 sind fast alle gegen HPV geimpft und diese Impfung ist auch sehr empfehlenswert. Auch in Deinem Alter wäre eine Impfung noch möglich, allerdings nur sinnvoll, wenn Du vor hast, den Sexualpartner zu wechseln oder befürchtest, es wäre untreu. In treuen, dauerhaften Beziehungen ist eine später Impfung nicht mehr dringend nötig, natürlich aber auch nicht schädlich. Wenn man bereits infiziert ist, bringt eine nachträgliche Impfung logischerweise nichts mehr. Daher ist das richtige Alter der Impfung früh in der Pubertät vor Beginn der partnerschaftlichen Sexualität.
  • Nein, Krankenkassen bezahlen eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) nicht, wenn nicht konkrete Symptome vorliegen.
  • Bedenke auch, dass das Operationsrisiko recht hoch ist und die Operation erheblich schmerzhafter und ernsthafter ist, als gerne in Broschüren oder bei Ärzten dargestellt wird. Viele nimmt die Operation nachhaltig für etliche Wochen schwer mit. Bedenke auch, dass immer ein gewisses Risiko besteht, dass die Wechseljahre früher einsetzen und Deine Sexualität dadurch nachhaltig belastet wird.
  • Gerade Gebärmutterhalskrebs kann bei gynäkologischen Untersuchungen sehr gut rechtzeitig festgestellt werden und ist dann mit extrem hohen Quoten sicher behandelbar, ohne dass die statistische Lebenserwartung sinkt.
  • Ich rate Dir, einfach regelmäßig, mindestens jährlich, bei akuten Sorgen auch halbjährlich, zur gynäkologischen Vorsorge zu gehen. Dann bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite und musst Dir keine Sorgen machen.

Da der weibliche Teil meiner Familie auch anfällig für diese Krebs-Form ist, musste ich unwillkürlich an meine Schwester denken, deren Panik vor dieser Krankheit dazu geführt hat, dass sie nicht zur Vorsorgeuntersuchung gegangen ist und auch nicht den sog. PAP-Test hat machen lassen.

Inzwischen geht sie zu diesen Untersuchungen, weil sie nach langem Anlauf über ein Frauen- und Mädchengesundheitszentrum wertschätzende Beratung und Unterstützung für die Untersuchungen bekommen hat. Bei regelmäßiger Vorsorge ist selbst bei familiärer Vorbelastung solch ein Eingriff nicht notwendig und wird selbst bei verdächtigen Vorstufen (Myom etc.) definitiv ohne medizinische Indikation kostentechnisch übernommen.