Darf mein Arzt mir wirklich keine Benzodiazipine verschreiben, auch wenn es aus seiner Sicht das richtige wäre dies zu verschreiben?
Ich war heute bei meinem Arzt und dachte: ,,ich mach dem Spuck, meiner schweren Depression/Angststörung/und enormster Paranoia ein Ende. Ich möchte hier eigentlich gar nicht so tief ins Detail gehen, nur soviel sagen, dass ich mittlerweile heute wieder am drittentag in Folge wach bin, vor meinem Geistigenauge blitzen die schlimmsten Bilder. Ich kann grade kaum einen klaren Gedanken fassen. Aber nun ja wie es auch sei, ich war heute bei meinem Hausarzt gewesen bei dem ich auch die Wochen zuvor gewesen bin mit dem Problem. Und als wir gesprochen haben, habe ich ihm gesagt, dass ich nun nach all den fehlgeschlagensten Medikationen, Valium bräuchte (das habe ich so selbstverständlich nicht gesagt) Er sagte mir, dass er es mir verschreiben würde, würde er das dürfen. Er sagte mir, dass er es so sieht, dass Valium und Xanax, grade die einzigen sind was mir grade in dem breitgefächerten Spektrum der Symptome vorübergehend (bis zum Termin bei meinem Psychologen anfang nächsten Monat) Noch helfen würde. Allerdings sagte er mir auch, dass er es nicht dürfe, weil seine Praxis dabei auffälig wurde weil sie Zuviels Benzos verschrieben haben... Jetzt wollte ich mal fragen ob es den so seine Richtigkeit hat? Ich meine das kann ja irgendwo nicht richtig angehen, weil es trotzdem noch sehr viele Menschen gibt die auf besagte Medikamente angewiesen sind.
7 Antworten
dann wird der Arzt schon im Visier der Krankenkassen sein und hat sich verausgabt mit Psycho-Tabletten.Und wenn er da im Visier ist kriegt er noch Ärger mit der Ärztekammer vermutlich.
Er kann es ja auch auf Privatrezept verschreiben und so geht er an den Krankenkassen vorbei.
Das machen die meisten Ärzte übrigens und möchte nicht wissen was da wirklich unterm Ladentisch verkauft wird.
Sieh es mal von der Seite.... das es dieser Arzt dir nicht verschreibt,weil er dir Gutes tun will,denn die Nebenwirkungen dieser Medikamente sind nicht ohne und es besteht bei einigen doch ein großes Abhängigkeitspotential und die Folgen sind oft fatal.
.https://www.zentrum-der-gesundheit.de/antidepressiva-nebenwirkungen-ia.html
Die Seite ist eine Werbeseite eines Schweizer Unternehmers, der rate mal was genau verkauft:
Richtig, die auf der Seite beworbenen Nahrungsergänzungmittel und rezeptfrei erhältlichen Präparate.
Allerdings sagte er mir auch, dass er es nicht dürfe, weil seine Praxis dabei auffälig wurde weil sie Zuviels Benzos verschrieben haben...
Jetzt wollte ich mal fragen ob es den so seine Richtigkeit hat?
Nein, ist es natürlich nicht. Auffälligkeiten der Praxis sind kein Grund einem Patienten eine indizierte Behandlung vorzuenthalten. Sogar im Gegenteil, der Arzt lässt sich hier sogar mehr zu Schulden kommen, dadurch dass er eine Therapie vorenthält. (ob die Therapie wirklich nötig ist sei dahingestellt)
Wenn der Arzt nach Leitlinie behandelt, kann ihm keiner was. Egal wie viele Opiate und Benzodiazepine er verschreibt.
Ganz im Ernst: Entweder ist es ein vorgeschobener Grund, oder der Arzt weiß es nicht besser.
Er sagte mir, dass er es mir verschreiben würde, würde er das dürfen.
Er darf es - wenn es indiziert ist. Egal welche Vorfälle es in der Vergangenheit gab.
Das sehe ich genauso. Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
Im Prinzip kann dir jeder Arzt mit staatlicher Zulassung jedes Medikament verschreiben. Also darf dir auch dein Hausarzt Benzodiazepine wie Diazepam (Valium), Alprazolam (Xanax/Xanor) oder Lorazepam (Tavor/Temesta) verordnen. Ob es Sinn macht, diese Medikamente zu nehmen ist nochmal ne andere Frage.
Ich denke viel mehr, dass die Praxis deines Hausarztes bei der Krankenkasse berüchtigt ist, dass sie sehr viele Benzodiazepine verordnen. Er ist also eher um den Ruf seier Praxis besorgt als um seine Patienten.
Benzodiazepine sind Notfallmedikamente und aufgrund ihres Suchtpotenzials nicht für eine dauerhafte Einnahme geeignet. Sie können bei Akutzuständen ein Segen sein, doch nimmt man sie zu regelmässig und zu viel wird der Segen zum Fluch.
Du sagst, dass du schon diverse Medikamente durchprobiert hast. Ich nehme an, das waren vor allem SSRI's und SSNRI's (Antidepressiva). Es gibt relativ neu ein Medikament, welches zur Behandlung von Angststörungen (aber nicht Depressionen) zugelassen ist und keine Verwandtschaft mit Antidepressiva besitzt. Es wirkt mehr wie ein Benzodiazepin, macht aber nicht abhängig. Dafür hat es unendlich viele Nebenwirkungen. Das Medikament heisst Pregabalin (Lyrica) und ist ein Antikonvulsivum (Antiepileptikum).
Ich persönlich habe Pregabalin aufgrund der Nebenwirkungen nicht vertragen, doch es hat massiv angstlösend gewirkt. Jeder reagiert ja ein wenig anders darauf, vielleicht hast du mehr Glück als ich.
Hier jedenfalls mehr Infos zu Pregabalin (Lyrica): http://deprimed.de/pregabalin/
Wenn du unbedingt Benzodiazepine brauchst (z.B. wegen Panikattacken etc.) musst du halt zu einem anderen Arzt.
ein normaler Hausarzt darf die medikamtente wirklich nicht verschreiben. versuchs vielleicht mal mit johanniskrautkapseln oder Baldrian kannst du frei kaufen im Supermarkt, bis zu deinem Termin beim psychologen
genau und der Psychologe hingegen darf nix verschreiben
Jeder approbierte Arzt darf in Deutschland Benzodiazepine verschreiben. Die Facharztausbildung ist dafür vollkommen unerheblich.
Das wird in erster Linie ein abrechnungsproblem mit der Krankenkasse sein
Wegen Generika und Arzneimitteln die wenige Cent kosten? Auf gar keinen Fall! Der Krankenkasse sind die 10€ für die 50er Diazepam völlig egal.
Hey, du weißt schon, dass die Seite HIV leugnet und sagt Ursache jeglicher Krebserkrankungen sei ein Pilz? Alles auf der Seite ist frei erfunden.