Atembeschwerden und Nasenbluten nach Löten?

4 Antworten

Löten mit Blei ist inzwischen verboten. Wenn auf Deinem Lötzinn Pb steht, dann solltest Du nicht damit arbeiten.

Ansonsten ist für Lötarbeiten eine ausreichende Belüftung erforderlich, für einen reinen Lötplatz als Dauerarbeitplatz muss eine Absauganlage mit Filter vorhanden sein.

Das Kratzen im Hals dürfte wohl vom Kollophonium kommen, wenn Du dieses direkt einatmest. Aber Asthma o.ä. bekommt man nicht von gelegentlichem Löten. Ich selber habe über 20 Jahre sehr viel gelötet - meistens mit Blei - und lebe immer noch.

Solltest Du allerdings allergisch auf die Inhaltsstoffe reagieren, dann ist diese Arbeit nichts für Dich.

Und: Lötzinn gehört grundsätzlich nicht in den Mund. Also wenn, dann bei Bedarf eine "dritte Hand" benutzen. Nie Lebensmittel anfassen oder rauchen, ohne vorher die Hände gewaschen zu haben.

Was lernst du daraus, wenn dein Körper dir sagt durch Jucken in der Nase und starke Reizung: --> "Rüssel weg"???

Nichts.

Na dann ist ja alles klar. Schon mal was von Absaugeinrichtung gehört? Oder wenigstens Abstand mit dem Rüssel?

Mit dem Kratzen ist ja genau die beabsichtigte Reaktion auf Kolophonium - sonst "rutscht" der Bogen tonlos über die Saiten... Man sollte das nur nicht mit der Nase überprüfen, meinst du nicht auch?

Kolophonium löst sich in Spiritus (Alkohol). Aber fang jetzt bloß nicht an, damit zu gurgeln....

So schnell geht das zwar nicht, du solltest aber auf jeden Fall zum (Fach)Arzt gehen und dich untersuchen lassen und am Arbeitsplatz auf eine Abluftabsaugungsanlage drängen.

Bei längeren Lötarbeiten den Dampf absaugen und dem Arbeitsplatz Frischluft zuführen. Das der Dampf gesundheitsschädlich ist sollte allgemein bekannt sein. Nicht zu heiß löten, weil es gefühlt schneller geht. Dann verbrennt das Flußmittel.